Frauen als zentrale Figuren der neolithischen Gesellschaft auf Malta

Eine virtuelle 3D-Rekonstruktion des Gesichtes einer Frau basierend auf einem der prähistorischen Schädel der im Xagħra Steinkreis gefunden wurde. Photos: Darrin Zammit Lupi ...Frauen machen Geschichte
Eine virtuelle 3D-Rekonstruktion des Gesichtes einer Frau basierend auf einem der prähistorischen Schädel der im Xagħra Steinkreis gefunden wurde. Photos: Darrin Zammit Lupi ...Frauen machen Geschichte

Die Entdeckung zahlreicher weiblicher Skulpturen aus der neolithischen Zeit auf Malta deutet darauf hin, dass Frauen eine bedeutende Rolle in der Gesellschaft spielten. Besonders in der Endphase der Jungsteinzeit, zwischen 3.800 und 2.500 v. Chr., wurden auf Malta und Gozo insgesamt 28 beeindruckende Tempel errichtet.

Diese Tempel, gebaut von einem Volk, das vor etwa 8.000 Jahren von Sizilien auf den maltesischen Archipel kam, zeugen von einer hochentwickelten Kultur. Die Darstellung von Frauen in den Funden könnte auf die Verehrung weiblicher Gottheiten oder die zentrale Rolle von Priesterinnen hindeuten.

Obwohl viele Fragen zur genauen Funktion der Tempel und der Bedeutung der Frauen noch offen sind, bleibt klar: Frauen spielten eine zentrale Rolle in der spirituellen und kulturellen Welt dieser Zivilisation.

 

wann? vor 5800 Jahren ................wo? Malta - Europa

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Enheduanna - erste namentlich bekannte Autorin

Enheduanna ist eine historische Hohepriesterin, deren Name als die älteste bekannte Autorin der Weltgeschichte gilt. Während der Herrschaft von Sargon von Akkad, einem der mächtigsten Herrscher der Antike, trug sie nicht nur zur religiösen Stabilität bei, sondern schrieb auch die ersten literarischen Werke, die einer Person namentlich zugeschrieben werden können. Ihre Rolle als Priesterin und Autorin war entscheidend für die Verschmelzung der sumerischen und akkadischen Religionen, was zur Stabilisierung des ersten großen Reichs und Imperiums der Geschichte beitrug.

Enheduannas Gedichte und Hymnen an die Göttin Inanna, die in Keilschrift erhalten sind, markieren einen bedeutenden Moment in der Geschichte der Literatur und Religion, da sie als erste Person bekannt ist, die ihre eigene Stimme, Geschichte und Identität in schriftlicher Form festhielt.

Ihr Vermächtnis zeigt, wie sich politische Macht durch religiöse Autorität in den frühen Zivilisationen gegenseitig stützten, und ihr Werk bietet einen einzigartigen Einblick in die Kultur und Spiritualität des alten Mesopotamiens.

 

hier weiterlesen zu ......The Role of Women in Ancient Sumer

 

wann?

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Sappho – Die Stimme der Liebe und Poesie

Römische Büste der Sappho, die von einem verlorenen hellenistischen Original im Archäologischen Museum Istanbuls kopiert wurde
Römische Büste der Sappho, die von einem verlorenen hellenistischen Original im Archäologischen Museum Istanbuls kopiert wurde

Sappho war eine der faszinierendsten Frauen der Antike – eine Dichterin, deren Worte noch heute berühren. Sie lebte im 7. Jahrhundert v. Chr. auf der Insel Lesbos, einem kulturellen Zentrum ihrer Zeit. Ihre Lyrik kreist um die großen Themen des Lebens: Liebe, Sehnsucht und die Schönheit der Frauen.

 

Ihre Poesie war so kraftvoll, dass der Philosoph Platon sie als „die zehnte Muse“ pries. Sappho schuf Verse voller Leidenschaft und Zärtlichkeit, die ihre tiefe Verbindung zu Frauen ausdrückten. Noch Jahrhunderte später leitet sich von ihrem Namen die Bezeichnung „lesbische“ oder „sapphische“ Liebe ab.

 

Auch in der Form hat Sappho Spuren hinterlassen: Die sogenannte „sapphische Strophe“, eine besondere Versstruktur, trägt ihren Namen.

 

Sappho steht für eine weibliche Stimme in der Geschichte – kraftvoll, poetisch und unvergessen. Ihre Verse laden uns ein, die Liebe in all ihren Facetten zu feiern.

 

wann? zwischen 630 und 612 v. Chr. bis ca. 570 vChr. .............. wo? Lesbos, Mytilene

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